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Lipo Filling

Faltenbehandlung mit Eigenfett

Entstehung von Falten
Bevor man von der Behandlung von Falten sprechen kann, ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, wie diese entstehen. Weil sich die Gesichtsmuskulatur im Rahmen der Mimik an bestimmten Regionen immer wieder zusammenzieht, kommt es zu einer Faltenbildung in der Haut darüber. Diese Faltenbildung ist bei junger, elastischer Haut anfänglich reversibel, man spricht von dynamischen Falten. Mit der Zeit führt aber die immer wiederkehrende Aktion dieser Gesichtsmuskeln zu einer dauerhaften Ausbildung dieser Falten, man spricht dann von fixierten Falten. Zur Therapie und Prophylaxe von mimischen Gesichtsfalten hat sich in der Praxis in den letzten Jahren der Einsatz von Botulinumtoxin etabliert.

Daneben zeigt unser Gesicht aber auch konstitutionell bedingte Falten, wie z.B. tief ausgeprägte Nasolabialfalten. Diese können einerseits veranlagungsbedingt, aber auch im Zuge der Alterung erworben sein, wenn sich mit den Jahren die Volumenverhältnisse im Gesicht verändern.
In diesem Bereich haben sich Unterspritzungen mit verschiedenen therapeutischen Substanzen, so genannten “Fillers“ bewährt. Man unterscheidet dabei so genannte permanente, nicht resorbierbare Filler von resorbierbaren Fillern.

 

Unterspritzungen
Nicht resorbierbare Filler werden vom Körper nicht abgebaut und verbleiben im Wesentlichen unverändert im Gewebe. Sie haben in den letzten Jahren immer wieder für meist negative Schlagzeilen gesorgt. Zu den prominentesten Vertretern dieser Art gehört sicher das Silikonöl, welches vor allem in Asien und den USA, aber auch in Europa eingesetzt wurde. Permanente Filler können das körpereigene Immunsystem zu einer Fremdkörperreaktion anregen, welche noch Jahre nach der Implantation auftreten kann. Aufgrund der gemachten Erfahrungen gilt heute sowohl in der Schweizerischen Gesellschaft für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie, als auch in der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie der Grundsatz, dass nur noch resorbierbare Substanzen zur Faltenbehandlung eingesetzt werden sollen.

 

ResorbierbareFillernwerden vom Körper mehr oder weniger schnell wieder abgebaut, aber vom Immunsystem gut toleriert. Die heute am Markt gängigen Produkte enthalten zumeist Hyaluron-säure. Allen Produkten gemeinsam ist dabei, dass ihre Wirkung nach 4 – 6 Monaten nachlässt. Dies je nach Dosierung und Ort der Unterspritzung.

 

 

Lipo-Filling
Unterspritzungen mit Eigenfett im Gesichtsbereich stellen eine weitere, nahezu optimale Möglichkeit einer permanenten Beseitigung von tiefen Falten oder zum Ersatz von verloren gegangenem Volumen dar. Dabei bietet das so genannte «Lipo-Filling» des Gesichtes oder die Lipostructure®, wie das Verfahren nach Dr. Coleman auch genannt wird, den wesentlichen Vorteil, dass das Volumen langfristig stabil bleibt und die Behandlung nicht in festen Intervallen wiederholt werden muss.

 

Was geschieht bei einem Lipofilling im Gesicht?
Das Verfahren kommt vor allem bei der Unterfütterung von tiefenNasolabialfalten oder zum Ersatz von verlorenem Volumen zur Anwendung. Dies zeigt sich besonders im mittleren Gesichtsbereich am deutlichsten, wo mit den Jahren die Fülle der Wangepartie verloren geht und die Haut an Spannung verliert. Der Übergang vom Unterlid zur Wange wird zunehmend sichtbar und kann schliesslich als störend empfunden werden. In diesem Bereich können die Konturen durch eine Unterspritzung mit Eigenfett wieder aufgepolstert und verfeinert werden, was einen deutlichen Verjüngungseffekt nach sich zieht.

 

Welche Ergebnisse können erzielt werden?
Die Behandlungsmöglichkeiten mit Eigenfett sind nahezu analog zu denen mit HyaluronsäureFillern. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass körpereigenes Fettgewebe transplantiert wird, welchesspäter nicht wieder abgebaut wird. Der Nachteil im Vergleich zur Hyaluronsäure ist klar, dass es sich um eine eigentliche, kleine Operation handelt und der Eingriff eine Erholungszeit mit Schwellung und Verfärbung des behandelten Areals von 10 – 14 Tagen zur Folge hat.

 

Anästhesieform und Klinikaufenthalt?
Ein Lipo-Filling im Gesicht kann grundsätzlich in lokaler Betäubung in einem leichten Dämmerschlaf erfolgen und ist keine schmerzhafte Angelegenheit. Der Eingriff findet ambulant statt, Sie kommen im Laufe des Vormittages in die Klinik, lassen die Behandlung machen und gehen am Abend nach einer kurzen Erholungsphase wieder nach hause.Nach dem Eingriff sind leichte Schmerzmittel während der ersten zwei bis drei Tage ausreichend.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?
Auf die Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Sie sollten für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation keine Schmerzmittel, wie z. B. Aspirin, einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch auf Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend verzichten.

 

Wie verläuft die Operation?
Vor dem eigentlichen Eingriff markiert der Chirurg die Entnahmestellen für das Fett an der stehenden Patientin.Die kleinen Hautschnitte von ca. 0,5cm werden an unauffälliger Stelle geplant, z.B. in den Gesäßfalten oder im Nabel. ZuBeginn der Operation werden die markierten Stellen von diesen Zugängen ausgehend mit einer kochsalzhaltigen Lösung aufgespritzt und so prall und unempfindlich gemacht. Die eigentliche Absaugung beginnt erst nach einer kurzen Wartezeit und dauert je nach Areal und Ausmaß der Behandlung rund eine halbe Stunde. Das so gewonnene Fettgewebe wird danach von der überschüssigen Flüssigkeit getrennt, bevor es zur Einspritzung bereit steht. Hierzu wird dann das Gesicht erst unempfindlich gemacht, bevor das Fett via kurze, gut versteckte Hautschnitte mittels feiner, stumpfer Kanülen in die markierten Stellen eingespritzt werden kann. Die Einstichstellen werden diskret mit Steri Strips verbunden.

Was passiert nach der Operation?
Unmittelbar nach dem Eingriff ist mit leichten Schmerzen und Blutergüssen zu rechnen. Im Gesicht, wo diese naturgemäss gut sichtbar ist, bilden sich die blauen Flecken innert 14 Tagen vollständig zurück. Schwellungen an den betroffenen Arealen sind bei dieser Behandlung völlig normal. An den Entnahmestellen geht diese innerhalb von 4 - 6 Wochen völlig zurück.
Im Bereich Gesicht verhält es sich so, dass im ersten Monat nach der Behandlung vor allem die Folgen der OP, also die reine Schwellung, abklingen, bevor sich im zweiten und dritten Monat nach der Behandlung dann zeigt, wieviel des transplantierten Fettes schliesslich zurück bleiben wird. Ein endgültiges Ergebnis kann also in den meisten Fällen erst nach 3 Monaten beurteilt werden. Die Hautschnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit verblassen und kaum noch erkennbar sein werden.

 

Welche Risiken sind zu beachten?
Leiden Sie unter Allergien, wie z. B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie uns diese in jedem Fall mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden.

 

Welche Komplikationen können entstehen?
Nach der Fettentnahme kommt es für mehrere Wochen zu einer Verminderung der Berührungs-empfindlichkeit an den behandelten Stellen. Diese erholt sich in aller Regel während der folgenden Monate. Bei inkonsequenter Bandagierung können übermässige Blutergüsse entstehen, welche in der Folge nicht mehr richtig abheilen und zu oberflächlichen Unebenheiten führen können. Gelegentlich kann es nach einer Behandlung zu Asymmetrien kommen, welche dann in einer zweiten Operation nach- gebessert werden müssen.

Daneben bestehen die allgemeinen Operationsrisiken wie Nachblutungen oder Wundinfektionen, welche sich aber durch geeignete Vorsichtsmassnahmen wirkungsvoll vermeiden lassen und in der Praxis sehr selten sind.

 

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Im Gegensatz zu einer alleinigen Fettabsaugung oder einem LipoFilling an der Brust wird bei Gesichtsbehandlungen meist auf eine Kompression des Spenderareals verzichtet, da niemals so grosse Fettmengen abgesaugt werden, wie bei den anderen Behandlungen. Dadurch ist die Gefahr von Nachblutungen oder Problemen bei der Wundheilung auch ohne Kompression kaum ehöht.

 

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?
Je nach Veranlagung kann es insbesondere bei größeren Eingriffen zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit kommen, weil die Schwellungen und Verfärbungen im Gesicht in der Regel ein berufsbedingte, soziale Interaktion verunmöglichen. Sie werden sich jedoch in Ihrer Befindlichkeit und Beweglichkeit kaum beeinträchtigt fühlen. Auf Sport sollten Sie je nach Lokalisation und Ausmaß der Fettabsaugungfür die ersten Tage nach der Operation verzichten. Massagen sollten nur in Absprache und nach Anweisung ihres Arztes erfolgen.

 

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